BIS ZU 286.800 EURO FÜR ARTENSCHUTZPROJEKT

NRW-STIFTUNG SCHÜTZT SELTENE SCHMETTERLINGSARTEN

Rheinbach, 06.08.2020. Hilfe für den Hellen und Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling: Mit einem Artenschutzprojekt soll das Kernvorkommen beider Schmetterlingsarten in NRW gestärkt werden. Die NRW-Stiftung unterstützt die Biologische Station Rhein-Sieg-Kreis und die Biologische Station Euskirchen dabei mit bis zu 286.800 Euro. Zum Auftakt kamen die Projektpartner am 5. August 2020 in Rheinbach zusammen.

Der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling haben einen komplizierten Entwicklungszyklus. Wegen ihrer spezifischen Lebensraumansprüche zählen sie zu den besonders gefährdeten Arten. Um dem weiteren Rückgang ihrer Populationen im Grenzgebiet von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz entgegenzuwirken, wurden nun in einem länderübergreifenden Ansatz zwei parallele Hilfsprogramme initiiert. Auf nordrhein-westfälischer Seite wird das Artenschutzprojekt von der Biologischen Station Rhein-Sieg-Kreis in Kooperation mit der Biologischen Station Euskirchen umgesetzt. Primäres Ziel ist die Stabilisierung der Bläulingspopulationen, indem bestehende Habitate gepflegt und optimiert werden. Zudem sollen die oftmals stark fragmentierten Teilpopulationen durch die Schaffung neuer Bläulingswiesen als Trittsteinhabitate wieder stärker miteinander vernetzt werden. Zu diesem Zweck konnte die NRW-Stiftung bereits eine geeignete Fläche in der Gemarkung Wormersdorf erwerben. Dadurch konnte sie mit weiteren 86.200 Euro nicht nur den beiden Schmetterlingen, sondern vielen anderen Tier- und Pflanzenarten helfen.

Insgesamt konnte die Nordrhein-Westfalen-Stiftung seit ihrer Gründung 1986 rund 3.300 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt etwa 280 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend auch aus Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins und Spenden.


Die Projektpartner der Initiative für den Schutz der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge v.l.: Stefan Meisberger (Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Biologischen Station im Kreis Euskirchen), Steffen Steenken (Projektbetreuer bei der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis), Dr. Dieter Steinwarz (Geschäftsführer der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis) und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Vorstand der NRW-Stiftung). Foto: Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis.
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